Reviews - Savage Blood EP

Deaf Forever No.14 - Oct. 2016:

"Musikalisch ist dieses Fünf-Track-Demo kein bloßes Abziehbild alter Glanztaten, sondern eine konsequente Weiterführung des eigenen Stils. Ein bisschen Thrash, ein bisschen Speed, viele geile Gitarren-Harmonien, dazu die markanten Vocals von Peter Diersmann - das geht astrein ins Ohr und macht so richtig Bock auf mehr."

Rock It! No 96 - Nov. 2016

„…‘The Fight‘ weist mit thrashigen Riffs und Double-Bass-Attacken sofort den Weg, wohingegen ‚Kingborn‘ als schwerer, leicht swingender Midtempo-Stampfer eine ganz andere Facette der Truppe zeigt – leichte Parallelen zum Rage-Klassiker ‚Straight To Hell‘ sind nicht von der Hand zu weisen. In eine ähnliche Kerbe schlägt ‚Killing The Disease‘ wohingegen ‚Soul Saviour‘ mit einem fast poppigen Riff überrascht. Das volle Brett erwartet den Hörer final bei ‚Dead Water‘ – es darf gebangt werden! Schön, dass wir euch wieder haben, Jungs.“

Stormbringer - online mag

"Es war einmal, vor gar nicht allzu langer Zeit, in einem unbekannten Land (the 90s, Germany), da fräste sich eine Power/Thrash Kapelle namens ENOLA GAY durch die Gehörgänge Europas und supportete Bands wie STRATOVARIUS, ICED EARTH und SAXON, wenn sie nicht gerade selbst die Headliner waren. Im Jahr 2001 haben ENOLA GAY dann nach ihrem letzten Album („Strange Encounter“/Century Media Records) das Buch zugeklappt und sich anderen musikalischen Projekten gewidmet.

15 Jahre später haben sich jetzt drei dieser Menschen, mit frischem Input an Gitarre und Bass, wieder zu einer kampffähigen Truppe zusammengefunden und starten als SAVAGE BLOOD noch einmal neu. Glücklicherweise klingt das Ganze aber keineswegs nach Rentnerparty, sondern wie eine fette Heavy Metal-Explosion, die nur drauf gewartet hat alles rauszuschleudern, was seit langem unter der Oberfläche vor sich hin gebrodelt hat.

Zwar ist der Sound, was die Durchschlagskraft des Gesanges und den rhythmischen Drive angeht, ähnlich geblieben, doch hat er sich mit SAVAGE BLOOD in eine deutlich eingängigere und melodischere Richtung entwickelt. Besonders die zweistimmigen Parts fügen den ohnehin schon starken Vocals eine interessante Note hinzu. Mit „The Fight“ startet der erste Track dann auch gleich mit feinstem Thrash-Geballer und einem bis zum Boden durchgetretenen Gaspedal. Das nachfolgende „Kingborn“ geht dann mit seiner bluesigen Southern-Note wieder in eine ganz andere Richtung, bevor es mit "Killing The Disease" eher gediegen wird. Das vielschichtige Songwriting hält trotz der kleinen Songauswahl einige Überraschungen bereit. So wird aus dem schmissigen „Soul Saviour“ eine fürchterlich ohrwurmige Power-Hymne, die spätestens beim zweiten Durchlauf zwangsläufig mitgesungen werden muss, auch wenn man sich wehrt und viel zu böse dafür ist („...don’t be overcome by evil!“). Das krachende Finale wird schließlich vom stark hitverdächtigen „Dead Water“ gebildet. Insgesamt haben SAVAGE BLOOD einen äußerst vielversprechenden (Neu-)Start hingelegt, weshalb zu hoffen bleibt dass dort, wo sie die Energie für diese 5-Track-EP her haben, noch sehr viel mehr zu finden ist."

Rock Hard Vol 354 - Nov. 2016:

"Dem Mix aus No-bullshit-Power-Metal, der nur selten typisch deutsch klingt, und 'ner ganzen Ladung thrashiger Ingredienzen merkt man die Erfahrung natürlich an, alle fünf Tracks sind clever arrangiert und überzeugen nicht nur mit hochprofessioneller Instrumentierung (inklusive der angenehm sicheren vocals), sondern vor allem mit einem Melodywriting, das von allzu vielem unnötigem Schlenkern Abstand nimmt und stattdessen bewundernswert gekonnt auf den Punkt kommt. ('Dead Water')"

My revelations - online mag

"Auferstanden aus der Asche der leider nicht erfolgreichen Power/ Prog Metaller Enola Gay (aufgelöst 2001) spielen Savage Blood (mit drei Mitgliedern jener verblichenen Formation), wie der Name es schon erwarten lässt, eine leicht andere Musik! Rauen Power Metal mit ebensolcher Stimme wird hier kernig, kompetent und flott durch fünf Lieder gebrettert. Mit satter Produktion und treibenden Drums wird hier Qualität geboten mit Liedern die recht griffig sind. In Sachen Refrains ist da noch Luft nach oben, aber Frontmann Peter Diersmann versteht es den Liedern seinen Stempel aufzudrücken. Der leichte Thrash Einschlag ist dann das gewisse I-Tüpfelchen, was gefehlt hat, um etwas aus der Masse heraus zu stechen."

streetclip.tv online mag

"Musikalisch bieten SAVAGE BLOOD ebenfalls amerikanisch geprägten Power Metal an, der mit einer herzigen Thrash-Note abgehärtet und verfeinert wurde. So wie der Opener ´The Fight´ kraftvoll, filigran sowie mit Melodie aus den Boxen tönt und dabei alle Abrissbirnen mitzieht, könnten heutzutage RISK oder womöglich DEPRESSIVE AGE tönen. Dann schaffen gerade die ruhigen und gleichfalls bösen Anfangsmomente in ´Killing The Disease´ eine brillante Atmosphäre, aus der sich ein Liedsprengsatz entwickeln konnte. Natürlich ist der teutonische Einschlag letztlich nicht vollkommen zu überhören, dennoch liegen sich die SAVAGE BLOOD-Supporter auch mit denen von NEVERMORE in den Armen. Man höre das groovige Hit-Monster ´Soul Saviour´. Und statt mit einer lächerlichen Coverversion NICKELBACK mit den eigenen Radioeinsätzen übertrumpfen zu wollen, sollten DISTURBED heutzutage lieber solch geniales Songwriting an den Tag legen wie es SAVAGE BLOOD ungeniert mit ´Kingborn´ vormachen. Ihre gesamte Stärke und Ausstrahlung legen sie jedoch zum Abschluss nochmals in den Song ´Dead Water´ und beenden somit ganz vorzüglich diesen Erstauftritt.

Folglich ist SAVAGE BLOOD mit ihrer gleichnamigen EP ein starker Einstand gelungen. Hoffentlich führt sie der eingeschlagene Weg noch sehr weit auf dem Pfad von Blut und Ehre."

Metal Hammer - März 2017 - Demozone

"Um es frei nach einer Schokoriegelwerbung zu formulieren: Enola Gay heißen nun Savage Blood, sonst ändert sich nix. Oder zumindest fast nichts! Alle langjährigen Szenekenner können auf jeden Fall schon einmal die Korken knallen lassen. Was drei Fünftel der ehemaligen Underground-Helden nun mit ihrer band-betitelten EP auf die Metal-Welt loslassen, klingt nach Morgana Lefay ('The Fight'), Rage ('Killing The Disease') und alten Blind Guardian ('Dead Water') in Höchstform - oder eben exakt nach einem furiosen Enola Gay-Update. Etwas eingängiger als früher verwöhnt das Osnabrücker Quintett nämlich sämtliche Genre Anhänger mit großartigen Melodien, einer dezenten Thrash-Legierung und keinerlei unnötigem Firlefanz. Eines ist sicher: Wenn Savage Blood das Niveau dieser Mixtur über komplette Albumdistanz beibehalten können, liest man das nächste Review entweder weiter unten auf dieser Seite oder noch weiter vorne im Metal Hammer." 

Metal Hammer:

weekly warfare #41 on youtube

song of the week - The Fight

METALGLORY online mag

"Feiner Melodic Power Thrash mit ordentlich Druck, Groove und Style. Als Fan bekommt man hier zwanzig Minuten ein Brett um die Ohren geklöppelt, das man so schnell nicht wieder aus seinen Gehörgängen und seinen Füßen bekommt."

Heavy Stage Force - online mag

"Beim Refrain des Openers „The Fight“ erinnern Savage Blood manchmal an Nevermore, „Kingborn“ entpuppt sich nach dem kurzen Akustik-Intro als grooviger Stampfer mit modernem Riffing, viel Abwechslung, Mitgröhl-Möglichkeiten en masse und Headbang-Garantie. Bei „Killing The Disease“ hört man die Enola Gay-Vergangenheit am deutlichsten raus, der Song hätte problemlos auch auf „Strange Encounter“ (1999) stehen können. „Soul Saviour“ dürfte mit seiner ungewöhnlich-poppigen Songstruktur auch Fans von Disturbed oder Avenged Sevenfold gut reinlaufen und entpuppt sich mit der Zeit als echter Hit. Highlight der Platte ist aber eindeutig der letzte Song „Dead Water“, der alle Seiten der Band vereint und nach einer kurzen Gedankenpause nach den Strophen mit einem Gänsehaut-Refrain aufwarten kann.

Zu thrashig für Heavy Metal, zu modern um wirklich Old School zu sein und trotzdem einfach nur unglaublich gut. Klar haben die Jungs allen Jungspunden ihre jahrzehntelange Erfahrung voraus. Dabei gehen sie aber mutig eigene Wege und setzen sich gekonnt zwischen alle Stühle, anstatt auf Nummer sicher zu gehen und zu einem weiteren Reißbrettprodukt zu werden. Neben den unverkennbaren Parallelen zu Enola Gay könnte man das Quintett vielleicht noch mit Terminus vergleichen, auch wenn die Nordiren gerade bei Refrains und Gesang erheblich epischer zu Werke gehen.

Mit dem Ding hier katapultieren sich Savage Blood jedenfalls neben Vulture zum heißesten Eisen im deutschen Untergrund."